LFC Braunschweig ist erneut deutscher Meister

Dem LFC Braunschweig ist im Final Four die Titelverteidigung geglückt. Im Finale setzte sich die Mannschaft mit 3:1 gegen Rot Weiss Ahlen durch. Dritter wurde der FC St. Pauli, der im kleinen Finale beim 2:0 gegen Wehen Wiesbaden die Oberhand behielt.
Rot Weiss Ahlen eSports gegen FC St. Pauli eFootball
Im ersten Halbfinale kam es zum Duell zwischen zwei Vereinen, die zum allerersten Mal ins Final Four einziehen konnten. In Hin- und Rückspiel erwarteten beide Mannschaften das vielleicht wichtigste Spiel ihrer Vereinsgeschichte.
Die Anfangsphase verlief zunächst schleppend und war vor allem taktisch geprägt. Viel Abtasten, das Risiko im eigenen Spiel wurde minimiert. Die erste Großchance kreierten die Hamburger. Nach einer Flanke von VerteX-ILuDo aus dem Halbfeld stand Innenverteidiger LyricsTVS "DerHoserich" frei vor dem Ahlener WYLD-Oblak "RWA-chrisZ" Schlussmann, der aus kurzer Distanz glänzend parierte.
Im weiteren Verlauf der Halbzeit hatten beide Mannschaften gute Ballbesitzphasen zwischen den Strafräumen, wirklich zwingende Aktionen gelangen in letzter Konsequenz jedoch nicht. Ein aussichtsreicher Versuch des Ahlener Topscorers Shift wurde von der Hintermannschaft des FCSP geblockt.
Auch nach dem Seitenwechsel setzte sich das Bild der ersten Halbzeit fort. Dennoch wurde es in den letzten Spielminuten dramatisch: Zunächst klärten die Ahlener einen aussichtsreichen Angriffsversuch der Hamburger, jedoch kam der Ball postwendend zurück. Topstürmer Ersguterpole_ stand plötzlich allein vor dem Kasten, doch erneut war es RWA-chriZ, der das torlose Remis festhielt.
Im Rückspiel ergab sich das bekannte Bild. Beide Mannschaften legten großen Wert auf defensive Stabilität und einen ausgeglichenen Spielansatz. Zwar drangen beide Mannschaften immer wieder ins letzte Drittel des Gegners vor, zwingende Torabschlüsse ergaben sich jedoch nicht. Nur in der 36. Minute gerieten die Hamburger ins Schwimmen, jedoch rettete eine überragende Grätsche vor dem einschussbereiten Stürmer. Auch nach drei Halbzeiten blieb das Duell somit torlos.
In der zweiten Halbzeit begann St. Pauli gut, doch RWA-chrisZ hielt seinen Kasten bei zwei Abschlüssen bis zur 60. Minute weiterhin sauber. Kurz darauf kam Ahlen zur Torchance. AC_Cottbuser01 wählte von der Strafraumkante den flachen Abschluss ins kurze Eck, sodass FCSP-Keeper Finn31-_ den Ball zur Ecke abwehren musste. Die folgende Hereingabe fing der Keeper souverän ab.
Bis zum Ende der zweiten Halbzeit ging keiner der Kontrahenten ins volle Risiko, sodass es nach zweimal 90 Minuten in Hin- und Rückspiel weiterhin 0:0 stand und die Verlängerung über den Einzug ins Grand Final entscheiden musste.
In der Verlängerung war ganz schnell alles anders. Bereits nach drei gespielten Minuten zappelte der Ball im Netz. Es waren die Wersekicker, die einen blitzsauberen Angriff auf den digitalen Rasen zauberten. Nach dem Ballgewinn in der eigenen Hälfte und dem wohl temperierten Spiel in die Tiefe bediente Shift kurz vor der Strafraumkante RWA-GreekBuIIet, der am letzten Verteidiger vorbeilief und flach ins lange Eck zum 1:0 einschob.
Damit lagen nun die Karten auf dem Tisch. St. Pauli brauchte unbedingt den Ausgleich und musste das Risiko substanziell erhöhen. Ahlen ließ sich aber zunächst nicht defensiv einschnüren, sondern sorgte weiterhin offensiv für Gefahr. Nach einer Ecke der Ahlener parierte Finn31-_ nochmal großartig.
In der letzten Viertelstunde behielt Ahlen die Nerven, reizte eigene Ballbesitzphasen aus und ließ den Ball durch die Ketten laufen. Der Defensivverbund blieb stehts zurückgezogen, sodass die Räume in der gegnerischen Hälfte geöffnet wurden. Mit der quasi letzten Aktion des Spiels fanden die Wersekicker nochmal den Weg in den Strafraum, wo sie mit zwei perfekten Querpässen den einschussbereiten RWA-GreekBuIIet fanden, der mit seinem Doppelpack den Finaleinzug perfekt machte.
LFC Braunschweig gegen SV Wehen 1926 Wiesbaden
Mit etwas Verzögerung startete auch das zweite Halbfinale im Final Four. Das Duell der Drittplatzierten war zugleich das Spiel der beiden Mannschaften, die bereits Final-Four-Luft schnuppern durften. Braunschweig hatte als amtierender deutscher Meister selbstverständlich beste Erinnerungen an das Finalturnier, während Wiesbaden bei ihrer Premiere den undankbaren vierten Platz belegte.
Braunschweig erwischte den perfekten Start ins Spiel und konnte bereits nach fünf gespielten Minuten die Führung erzielen. Der Eckball von criatura fand den Kopf von Innenverteidiger Flicky, der aus kürzester Distanz einköpfte.
Nur wenig später kam auch Wehen Wiesbaden zur allerersten Topchance. Nach einem hohen Ballgewinn im gegnerischen Drittel bediente SVWW-Borchi Stürmer Swarley "WiMa_Jr", der sofort abzog. WerderSIMON im Braunschweiger Kasten war allerdings hellwach und wehrte den Ball sehenswert zur Ecke ab.
Bis zur Pause passierte in den Strafräumen in letzter Konsequenz wenig, bis sich in der 41. Spielminute LFC-Asta an der Strafraumkante etwas Platz verschaffen konnte. Ohne zu zögern, wählte er den Abschluss, der SVWW-SnakeZZ zur Flugeinlage zwang. Die anschließende Ecke brachte in diesem Fall nichts ein.
Nach dem Seitenwechsel waren beide Mannschaften um Spielkontrolle bemüht. Zu viel Spielzeit war in dem Halbfinale zu diesem Zeitpunkt noch auf der Uhr. In der 69. Minute fand criatura den Stürmer LN_Bxdyguard, der aus etwa elf Metern direkt abschloss. Doch SVWW-SnakeZZ war erneut hellwach und parierte glänzend.
Im weiteren Spielverlauf stand Braunschweig defensiv kompakt und versuchte offensiv immer wieder Nadelstiche zu setzen. Es dauerte bis kurz vor Schluss, dass sich Wiesbaden nach einer Ecke nochmal eine hervorragende Abschlusssituation erarbeiten konnte. Im Fallen legte Mocki den Ball auf Hand21x ab, der zehn Meter vor dem Tor zwar zwischen den Beinen der Braunschweiger hindurch schoss, nicht aber am stets wachsamen WerderSIMON vorbeikam. Das Hinspiel ging mit 1:0 an den LFC Braunschweig.
In der zweiten Begegnung musste Wiesbaden mehr riskieren, was durch den Verlust an defensiver Stabilität gegen die Offensivmaschine des LFC Braunschweig immer ein Spiel mit dem Feuer werden würden. Nach 25 Minuten passierte das, was aus Sicht des SVWW auf keinen Fall passieren durfte, Braunschweig ging in Führung.
Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld lief der Braunschweiger Offensivverbund in personeller Gleichzahl mit vier Leuten auf die Wiesbadener Hintermannschaft zu. Criatura bediente LN_Bxdyguard zum perfekten Zeitpunkt. Der zog den Ball nochmal zurück und schlenzte das Leder aus halbrechter Position sehenswert ins lange Eck zur frühen Führung.
Bis zum Seitenwechsel war Wiesbaden bemüht, den Ball in gefährliche Situationen zu bringen. Klare Abschlüsse ergaben sich allerdings nicht, zu häufig landete der letzte Pass in den Beinen der Braunschweiger Hintermannschaft. Wie bereits im ersten Duell ging es mit 1:0 für den LFC in die Kabine.
Nach zwei Wiesbadener Eckbällen direkt nach der Pause folgte die kalte Dusche. Braunschweig konterte über die linke Seite und dribbelte sich dort bis ins letzte Drittel. Die folgende Hereingabe fand am zweiten Pfosten den eingelaufenen San, der aus fünf Metern Torentfernung die Führung ausbauen und alle Weichen auf Finale stellen konnte.
Für Wiesbaden kam es danach knüppeldick. Nach einem Fehlpass im Aufbauspiel kombinierte sich Braunschweig in den Strafraum, wo Claid im perfekten Zeitpunkt auf LN_Bxdyguard ablegte, der mit seinem zweiten Treffer die endgültige Entscheidung besorgte.
Der Arbeitstag im Halbfinale war für LN_Bxdyguard allerdings noch nicht beendet. Ein sehenswerter weiter Ball in die Tiefe fand Asta, der mit einer überragenden Übersicht nur wenige Meter vor dem Tor den Ball nochmal querlegte und LN_Bxdyguard seinen Hattrick damit mundgerecht servierte. Das 4:0 war zugleich auch der Entstand.
FC St. Pauli gegen SV Wehen 1926 Wiesbaden
Im kleinen Finale zwischen den beiden unterlegenen Halbfinalisten wollten sich natürlich beide Kontrahenten den dritten Platz sichern. Nach anfänglichem Abtasten waren es die Hamburger, die erstmals zwingend vor dem gegnerischen Kasten auftauchten. Nach 24 Minuten spielte der FCSP mit einem tiefen Pass Stürmer Fifa_Kevian " TSV_Hagi_x7" frei, der aus spitzem Winkel das kurze Ecke anvisierte, jedoch nur das Außennetz traf.
Kurz vor dem Halbzeitpfiff gab es dann eine Kuriosität zu bestaunen. Nach einem Freistoß an der Mittellinie und anschließendem weiten Ball in den Strafraum, hüpfte der Ball nach einem Duell am Sechzehnerrand auf den FCSP-Keeper Finn31-_ zu, der das virtuelle Leder auf der Torlinie erst mit dem Fuß anlupfte und dann per Flugkopfball aus der Gefahrenzone bugsierte.
Mit einem Zwischenstand von 0:0 beendete der Schiedsrichter die erste Halbzeit. Zu diesem Zeitpunkt warteten beide Mannschaften noch auf den ersten Treffer im Final Four. Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischte Wiesbaden, die aus einer vielversprechenden Freistoßsituation aus etwa 18 Metern Torentfernung keinen Profit schlagen konnten. Finn31-_ war wachsam und parierte sicher.
Im direkten Gegenzug kam es, wie es nach einer verpassten Großchance kommen musste. St. Pauli dribbelte über den rechten Flügel und fand etwa 20 Meter vor dem Tor seinen Stürmer Ersguterpole_ in zentraler Position. Mit einem schönen Roulette legte er sich den Ball auf den rechten Fuß und zog aus zwölf Meter satt ins kurze Eck zum 1:0-Führungstreffer ab.
Wiesbaden rückte nach dem Rückstand weiter vor und riskierte mehr. Jeder Ballverlust konnte nun zum Boomerang werden, immerhin war die defensive Dreierkette zunehmend isoliert, um offensiv mehr Anspielstationen zu haben. Nach einem Ballverlust gelang dem FC St. Pauli die schnelle Umschaltbewegung.
Ersguterpole_ bediente seinen Sturmpartner Fifa_Kevian " TSV_Hagi_x7", der in einer 2-gegen-1-Überzahlsituation auf den Wiesbadener Keeper zustürmte. Der Verteidiger blockierte den Passweg im Sechzehner, sodass der Stürmer aus zehn Metern Torentfernung den Abschluss wählte und in der 70. Minute mit dem Flachschuss ins lange Eck das 2:0 erzielte.
Wiesbaden warf in der Schlussphase alles nach vorne, hatte jedoch kein Ballglück im gegnerischen Sechzehner. Ein springender Ball in der 78. Minute landete in den Armen von Finn31-_, die weiteren Angriffsbemühungen verpufften gegen eine gut sortierte Hamburger Hintermannschaft. St. Pauli legte zwar keinen dritten Treffer mehr nach, sicherte sich aber mit dem Schlusspfiff den dritten Platz im Final Four und damit den größten Erfolg der Vereinsgeschichte in der ProLeague Championship.
Für Wehen Wiesbaden blieb nach drei Spielen ohne eigenen Treffer wie bereits beim letzten Final Four der Wiesbadener nur der undankbare vierte Platz.
Rot Weiss Ahlen eSports gegen LFC Braunschweig
Im Endspiel um die deutsche Meisterschaft standen sich David und Goliath gegenüber. Braunschweig war als Titelverteidiger klar favorisiert, Ahlen brauchte das perfekte Spiel, um dem LFC die Titelverteidigung streitig zu machen.
Nach nicht einmal 60 gespielten Sekunden hatte Claid das frühe 1:0 für seine Braunschweiger auf dem Fuß. Nach dem langen Ball unmittelbar nach dem Anstoß fand die Kopfballablage den freistehenden Stürmer, der aus aussichtsreicher Position jedoch das Ahlener Gehäuse verfehlte.
Nur wenige Minuten später eroberte LFC-bliqbert den Ball in der gegnerischen Hälfte. Über zwei Stationen landete das virtuelle Leder auf dem Fuß von LN_Bxdyguard, dessen flacher Abschluss von RWA-chrisZ antizipiert und entschärft wurde.
Ahlen behauptete sich defensiv immer wieder und spielte dabei stets auch nach vorne. Wirklich zwingende Abschlüsse entstanden nur selten wie der Distanzschuss von Shift in der 40. Minute, doch mit dem 0:0-Pausenstand konnten die Wersekicker durchaus zufrieden sein.
Nach dem Seitenwechsel dauerte es zehn Minuten bis zum ersten Aufreger der zweiten Halbzeit. Innenverteidigerin Chica eroberte mit perfektem Stellungsspiel den Ball im eigenen Strafraum und schickte postwendend Stürmer LN_Bxdyguard auf die Reise, der verwaist an der Mittellinie gestartet war. Frei vor dem Ahlener Schlussmann verzögerte der Stürmer zunächst und schob dann zur 1:0-Führung ein.
Ahlen drängt sofort auf den Ausgleich. Nach einem hohen Ballgewinn auf der linken Seite lief der Ball flüssig bis nach rechts, wo der einlaufende Pyromaxii aus spitzem Winkel LFC-Keeper WerderSIMON zur Parade zwang.
Nach der guten Chance hatte Ahlen Blut geleckt und spielte munter nach vorne. Zehner Sinanxcan7 bediente den rechten Mittelfeldspieler AC_Cottbuser01, der WerderSIMON zur Glanzparade zwang. Der Schlussmann erreichte den Flachschuss ins lange Eck noch mit den Fingerspitzen und lenkte das Leder an den Pfosten, von wo aus das Spielgerät zurück ins Feld und nicht in die Maschen sprang.
In der 69. Minute rollte der nächste Angriff der Wersekicker auf das Braunschweiger Tor zu. Mit schönem Kurzpassspiel spielten sie in zentraler Position RWA-callmeping frei, der auf den startenden Sinanxcan7 durchsteckte. Dieser wurde zwar von gleich zwei Braunschweiger Verteidigern bedrängt, blieb aber cool und schoss das Leder in den rechten Winkel. Dieses Mal konnte auch WerderSIMON dem Ball nur hinterherschauen.
Womöglich war der Gegentreffer der Wegruf, der den LFC nochmal wachrüttelte. Beinahe im Gegenzug flankte LN_Bxdyguard an die Fünferkante, wo der Ball im Kopfballduell zwischen Angreifer und Verteidiger in die Höhe sprang. Darunter positionierte sich Claid perfekt und versenkte den Ball per Kopf zur erneuten Führung für den LFC.
In der Crunchtime drängte Ahlen auf den erneuten Ausgleich, fand seinen Meister jedoch erneut in WerderSIMON. Shift steckte an der Strafraumgrenze auf RWA-GreekBuIIet durch, der den Flachschuss ins lange Eck wählte. Doch erneut war der LFC-Schlussmann blitzschnell unten und vereitelte die Topchance.
Somit musste Ahlen alles riskieren, lief jeden ballführenden Spieler in der Braunschweiger Defensive an, um nochmal eine Chance auf einen Ballgewinn zu erhalten. Der LFC umspielte das Pressing jedoch geschickt und forcierte die Entscheidung. Mit etwas Glück gelang LN_Bxdyguard der Durchbruch gegen die Ahlener Hintermannschaft. Direkt vor dem Tor wählte er den Querpass auf seinen Sturmpartner Claid, der nur noch zum 3:1 einschieben musste.
Herzlichen Glückwunsch an den LFC Braunschweig zur Titelverteidigung in der ProLeague Championship. Ahlen lieferte gegen den klaren Favoriten eine beeindruckende Leistung, hatte in den entscheidenden Momenten aber nicht das nötige Spielglück. Der zweite Platz ist dennoch ein großer Erfolg auf der großen Pro-Clubs-Bühne.