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März 2026
League News

Der LFC Braunschweig ist deutscher Meister!

Dass es einen neuen deutschen Meister in der ProLeague Championship geben würde, stand bereits vor dem Final4 fest. In stets engen Partien auf dem virtuellen Rasen triumphierte nach dem Showdown aus elf Metern der LFC Braunschweig über den ESC Rellinghausen aus Essen. In einem Herzschlagfinale, das von der Defensivstärke beider Mannschaften geprägt war, verwandelte der LFC alle fünf Strafstöße, während der letzte Schütze der Essener zum tragischen Helden des Abends wurde. Keeper WerderSimon antizipierte richtig und parierte den Schuss ins linke untere Eck. Was folgte war eine Stimmungsexplosion im Voicechat und pure Braunschweiger Freude im Stream bei kicker eSport.

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Marcel "San95” schießt Braunschweig ins Finale

Die Favoritenrolle im ersten Halbfinale war klar verteilt. Im Duell zwischen dem LFC Braunschweig und dem Bostelbeker SV standen sich der Erste und der Siebte der Division B gegenüber. Nichtsdestotrotz hatte der BSV bereits im Achtelfinale den deutschen Meister aus Kaiserslautern ausgeschaltet und auch im Viertelfinale St. Pauli keine Chance gelassen. Der LFC hatte seinerseits überraschend wenig Probleme gegen die SGS Essen und die SG Nahe. Insgesamt 25 Tore erzielten die Löwen in den vier K.o.-Spielen.

Die Begegnung begann wenig ereignisreich. Beiden Mannschaften war anzumerken, dass sie sich über die Bedeutung des Spiels bewusst waren. Im Modus Best-of-One setzten beide Teams zunächst auf den sicheren Spielaufbau und wählten eher die risikoarmen Eröffnungen. In den ersten 30 Minuten konnten sich die Torhüter auf beiden Seiten jeweils einmal auszeichnen.  

In der 32. Minute war es der LFC, der erstmals Zählbares auf die Anzeigentafel brachte. Nach einem Ballgewinn in der gegnerischen Hälfte kombinierte sich der LFC in den Sechzehner, wo Maurice “bliqbert” auf den mitlaufenden Marcel “San95” ablegte, der den Ball unhaltbar flach ins rechte kurze Eck verwandeln konnte. Unmittelbar vor der Pause stand erneut LFC-Keeper Simon “WerderSIMON” im Fokus, der eine aussichtsreiche Abschlusssituation aus kurzer Distanz mit tollem Stellungsspiel vereiteln konnte und den Ball festhielt.

Nach dem Seitenwechsel behielt Braunschweig die Ordnung im eigenen Spiel und riskierte nicht zu viel im Aufbauspiel. Nach einem weiten Abschlag setzten sich die Braunschweiger in der Bostelbeker Hälfte fest, ehe Zehner Sascha “criatura” mit einem überragenden Chip an den zweiten Pfosten Marcel “San95” fand, der aus kurzer Distanz nur noch den Kopf hinhalten musste. Sein Doppelpack ebnete damit den Weg in eine Schlussphase, in der der BSV alles versuchte, um nochmal Dramatik aufkommen zu lassen. Jedoch ließen die Hamburger auch kurz vor Schluss beste Möglichkeiten ungenutzt, sodass der LFC seiner Favoritenrolle gerecht wurde und ins Finale einzog.

Keeper Jeff “iCraNiaX” bringt Eichstätt zur Verzweiflung

Im zweiten Semi-Final standen sich der Erste und der Dritte aus Division A gegenüber. Während der Livechat Eichstätt die besten Chancen zum Weiterkommen zugestand, waren beide Kommentatoren eher bei den Essenern aus Rellinghausen.

Nach ereignisarmen ersten Minuten fand der ESC über viele kurze Pässe den Weg in die gegnerische Hälfte und brachte Stürmer Maurice “KingCashy” in den freien Raum, der mit einem perfekt getimten Roulette-Trick zwei Verteidiger aussteigen ließ und im perfekten Moment auf Jonas “JonnyEsbeck” durchsteckte, der lehrbuchmäßig auf den einschussbereiten Basti “diesdas” querlegte.  

In der Folgezeit erhöhte Eichstätt den Druck und erspielte sich regelmäßig aussichtsreiche Abschlusssituationen. Rellinghausen stand defensiv stabil und konnte sich bereits in dieser Phase des Spiels auf seinen Keeper Jeff “iCraNiaX” verlassen. Doch auch nach dem Seitenwechsel änderte sich an diesem Bild aus Rellinghauser Sicht wenig. Eichstätt drängte die Essener tief in die eigene Hälfte und rief alles ab, was das offensive Repertoire zu bieten hatte.

Nach exakt einer Stunde lud ein Ballverlust des ESC die Eichstätter Offensive ein. Enes “Izmirboy” legte auf Maurice “Mauriice19x” ab, der erneut aus spitzem Winkel am überragend reagierenden Jeff “iCraNiaX” scheiterte. Es war der Auftakt eines Offensivfeuerwerks des VfB. Es folgten Topchance um Topchance, bei denen immer ein Fuß oder in letzter Konsequenz der Keeper den Gegentreffer verhinderte. Jeff “iCraNiaX” sammelte Parade um Parade und hatte in der 73. Minute Glück, als Djamal “DjamalJrn” aus 16 Metern nur den Pfosten traf.

Ein ums andere Mal hatte der ESC das Spielglück auf seiner Seite, denn mit dem Fortschreiten des Spiels lief den Eichstättern langsam aber sicher die Zeit davon. Zwar setzten die Essener keinerlei offensive Akzente mehr, dafür brachten alle zehn Spieler eine beeindruckende Leidenschaft für die Defensivarbeit mit. In den letzten Sekunden des Spiels war es noch einmal Eichstätt, das nach einer Ecke zur Kopfballchance kam. Der Keeper schien geschlagen, doch verhinderte dieses Mal die Latte den Ausgleich. Der Abstoß wurde gar nicht mehr ausgeführt, denn unmittelbar nach der Kopfballchance beendete der Schiedsrichter mit seinem Schlusspfiff auch das zweite Halbfinale, das der ESC mit 1:0 gewann.

Torreigen im kleinen Finale um Platz 3

Für beide unterlegenen Halbfinalisten ging es nach kurzem Durchschnaufen direkt im kleinen Finale um den dritten Platz. Der Start ins Spiel verlief für das gerade erst dramatisch ausgeschiedene Eichstätt überhaupt nicht nach Plan. Naoufal “KuroSakii_96” bediente Stürmer Muhammed “xMo_1903x”, der mit dem flachen Schuss ins lange Eck die 1:0-Führung für den BSV besorgte. Die Norddeutschen legten nur wenige Zeigerumdrehungen sogar noch das 2:0 drauf. Dieses Mal war es Muhammed “xMo_1903x”, der seinen Nebenmann Naoufal “KuroSakii_96”, der aus etwa 13 Metern aus zentraler Position erhöhen konnte.

Wer jetzt erwartet hatte, dass Eichstätt resignieren würde, musste sich eines Besseren belehren lassen. Noch vor der Pause kamen die Bayern zum ersten Treffer des Abends, als Maurice “Mauriice19x” einen Konter veredeln konnte. Dieses Mal war der Keeper machtlos. Der Anschlusstreffer vor der Pause sollte das Vorzeichen dafür sein, was in der zweiten Hälfte noch folgen würde.

Denn unmittelbar nach der Pause fiel der nächste Treffer - für den BSV! Der Ballverlust in der Dreierkette des VfB entwickelte sich zur Katastrophe, als Muhammed “xMo_1903x” sich in einer 2-gegen-1-Situation wiederfand, in der er den mitlaufenden Topscorer Mirko “Mirko-Cesare” optimal bediente. Der Abschluss frei vor dem Keeper war nur noch Formsache. Doch Eichstätt ließ sich erneut nicht beirren und warf alles nach vorne. Die Offensivpower, die die Elf entfalten konnte, war beeindruckend.

Während der Anschlusstreffer zum 2:3 nach der Ecke von Kapitän Selim “EICSelim” und dem anschließenden Kopfball durch Innenverteidiger Maurice “Mauricedre” erst im Nachsetzen mit etwas Glück fiel, entstand der Ausgleich kurz darauf aus einem formidabel vorgetragenen Angriff. Aus einem hohen Ballgewinn entstand eine Passstafette mit minimalen Ballkontaktzeiten, an deren Ende Maurice “Mauriice19x” nach Vorlage von Thiago “Latino_16x” ausglich.

Dennoch war das letzte Wort noch nicht gesprochen. In der 70. Minute flog ein Ball durch den Eichstätter Fünfer. Keeper Flo “xGinTonic” versuchte das virtuelle Leder unter Kontrolle zu bringen, konnte es aber nicht festhalten. Über mehrere Kontakte landete der umherspringende Ball auf dem Fuß von Mirko “Mirko-Cesare”, der das Spielgerät wuchtig aus kurzer Distanz im Tor unterbringen konnte. Der BSV ging damit erneut in Führung. Es sollte der letzte Treffer des Spiels gewesen sein, dann das Drängen des VfB auf den erneuten Ausgleich blieb nicht von Erfolg gekrönt. Im Spiel um Platz 3 bezwang der Bostelbeker SV, die Überraschungsmannschaft der Playoffs, den VfB Eichstätt mit 4:3.

Nervenschlacht im Endspiel

Im Endspiel sollte sich ein Duell entwickeln, was dem kleinen Finale konträr gegenüberstand. Beide Mannschaften konnten sich bereits in der Ligaphase und den bisherigen Playoffs auf ihre Defensivstärke verlassen. Die ersten 45 Minuten verliefen ohne die ganz großen Highlights. Die Offensivbemühungen des ESC Rellinghausen verliefen zumeist bereits im Halbfeld im Sande, die Dreierkette des LFC um Linus “BlacK”, Dominik “Flicky” und Laura “Chica” stand stets gut sortiert und perfekt zu Ball und Gegner.  

Wenn es im Finale offensiver wurde, lag dies in der Regel an den Braunschweigern, denen es von Zeit zu Zeit gelang, den Ball über mehrere Stationen in der gegnerischen Hälfte zu bewegen. Trotzdem gab es aus dem Spiel heraus nur wenige Momente, in denen echte Torgefahr aufkam. In der 50. Minute war es ESC-Innenverteidiger Duke “Dukesity”, der den Schuss von Yannic “Minty19x” blocken konnte.

Nach der regulären Spielzeit wies die Spielstatistik sechs Schüsse des LFC aus, wobei nur einer davon tatsächlich auf das Gehäuse des ESC flog. Die Essener hatten ihrerseits nicht ein einziges Mal den Abschluss gefunden. Es wirkte fast so, als wären beide Mannschaften damit einverstanden, dass erst die Verlängerung die Entscheidung bringen sollte.  

In der 103. Minute war es der Essener Jonas “JonnyEsbeck”, der die Braunschweiger Hintermannschaft in Bedrängnis brachte. Seine flache Hereingabe konnte jedoch von Keeper Simon “WerderSIMON” entschärft werden. Nach dem Seitenwechsel lief die Spannungskurve auf ihren Höhepunkt zu. Der ESC entwickelte aus Standardsituationen erstmals zwingende Torgefahr. Der Eckball von Michael “ch3at3r” landete auf dem Kopf von Duke “Dukesity”, der den Torwart bereits überwand, jedoch nicht an Dominik “Flicky” vorbeikam, der das Leder seinerseits per Seitfallzieher aus der Gefahrenzone beförderte.  

Die Druckphase des ESC in den letzten Minuten sorgte für einen weiteren Torabschluss mit anschließendem Eckball, der jedoch nichts mehr einbrachte. So liefen die letzten Minuten dahin, der Schiedsrichter pfiff auch die Verlängerung ab und schickte die Teams damit ein letztes Mal in den Mannschaftskreis, ehe das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen musste.

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Der LFC Braunschweig durfte im Showdown aus elf Metern vorlegen und verwandelte sicher. Daniel “Firefighter” traf als erster Schütze für den ESC. Auch die folgenden Elfmeter fanden alle den Weg in die Maschen, keiner der beiden überragenden Torhüter dieses Final4 bekamen den Handschuh an einen Ball. Beim Stand von 4:4 stieg die Spannung ins Unermessliche. Jeder Elfmeter könnte nun der letzte gewesen sein, in positiver wie in negativer Hinsicht. Innenverteidiger Linus “BlacK” verwandelte für den LFC, sodass Basti “diesdas” treffen musste. Der rechte Flügelspieler wählte aus seiner Sicht das linke untere Eck, doch Simon “WerderSIMON” war bereits auf dem Weg in genau diese Richtung und parierte den zehnten Elfmeter dieses dramatischen Finalhöhepunktes.

Die Stimmen zum Finale

Im Interview nach dem Spiel standen Marcel “San95”, der Matchwinner des LFC im Halbfinale gegen den BSV und Marcel “Fitzo”, ZDM des Vizemeisters ESC Rellinghausen, Rede und Antwort. Marcel “San95” gestand, dass ihm nach diesem Krimi natürlich unglaublich warm sei, betonte aber auch, wie stolz ihn dieser Titel macht. Die Party ist nach dem gehaltenen Elfmeter komplett eskaliert und auch gegen Unterschriftenjäger würde er sich nicht wehren wollen, auch wenn die eigene Signatur wohl nicht sonderlich schön sei. Aus sportlicher Sicht betonte er abschließend die Bedeutung des digitalen Mannschaftssports als Ebenbild des klassischen Fußballs, in dem noch unglaublich viel Potential schlummert. Mit den sportlichen Erfolgen der Braunschweiger möchte er gerne einen Teil dazu beitragen, dass auch der Pro Clubs-Modus bald auf den großen Bühnen der Fußballwelt zu sehen sein wird.

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Marcel “Fitzo” gratulierte nach der dramatischen Niederlage fair. Beim ESC blieb natürlich das Elfmeterschießen präsent, bei dem die Mindgames in diesem Fall dazu geführt haben, dass ein Strafstoß nicht den Weg ins Netz fand. Gleichzeitig hob er die eigene Defensivleistung gepaart mit einem überragenden Torhüterspiel hervor, die die Essener erst ins Endspiel und dann ins Elfmeterschießen getragen haben.

Damit endete ein ereignisreicher Abend im digitalen Mannschaftssport. In vier Partien konnten die Vereinsteams zeigen, welche spielerische Qualität in ihnen steckt. Alle vier Teams präsentierten sich als würdige Final4-Teilnehmer, wobei am Ende selbstredend nur ein Verein ganz oben auf dem Treppchen stehen kann. Herzlichen Glückwunsch an den LFC Braunschweig zur deutschen Meisterschaft in der ProLeague Championship! Aus den Löwen sind die Gejagten geworden. 

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